Pfarrerverein und Pfarrvertretung

Der Pfarrer- und Pfarrerinnenverein ist ein unabhängiger Verein. Als berufsständische Vereinigung stellt er nach Pfarrvertretungsgesetz die Pfarrvertretung in der evangelisch-Lutherischen Landeskirche in Bayern. Eine berufsständische Vereinigung, die 1/7 der Pfarrerschaft vertritt, erhält einen Sitz in der Pfarrerkommission. Mit Ihrer Mitgliedschaft unterstützen Sie diese wichtige Arbeit und geben ihr kirchenpolitisches Gewicht.

Die Vertretungsarbeit geschieht, als erstes Standbein, vor allem in der Pfarrerkommission, wo alle für die Pfarrer- und Pfarrerinnen relevanten rechtlichen Regelungen diskutiert werden. Die Kommission ist zu allen die Pfarrerschaft betreffenden rechtlichen Neuregelungen zu hören und berechtigt dazu und zu Synodeneingaben und -vorlagen Stellungnahmen abzugeben. Sie kann auch eigene Themen setzen. Die Kommission tagt nach eigenem Ermessen, davon mindestens drei Mal im Jahr zusammen mit Vertretern der Landeskirchenamtes.  Über diese Treffen hinaus begleitet sie die Arbeit der Landessynode kritisch-konstruktiv durch Teilnahme der Vorsitzenden an den Tagungen und arbeitet mit in landeskirchlichen Arbeitsgruppen zu rechtlichen Regelungen. Die sieben Mitglieder werden vom Hauptvorstand gewählt. Dabei werden die befreundeten Organisationen mit berücksichtigt. Der Kommsission gehören an: Corinna Hektor (Sprecherin), Daniel Tenberg (stellv. Sprecher), Herbert Dersch, Cornelia Meinhard, Hendrik Meyer-Magister (VbV), Martin Schmid, Dorothee Tröger (Theologinnenkonvent).

Die Diskussionen und Entscheidungen werden im Hauptvorstand vorbereitet und beraten - und über die Vorstandsberichte und die Berichte aus der Pfarrerkommission allen Mitgliedern zur Kenntnis gegeben. Auf den Tagungen (zwei mal jährlich) und bei den Regionaltagungen werden Arbeit und Ergebnisse kritisch gewürdigt und neue Impulse für die Weiterarbeit gesetzt. Auf diese Weise sind die Rückbindung an die Basis und demokratische Kontrolle gewährleistet.

Das zweite Standbein der Pfarrvertretung ist der Pfarrerausschuss. Ihn kann jede Pfarrerin / jeder Pfarrer anrufen, wenn er sich dienstlich ungerecht behandlt sieht oder von ungerechtfertigten Maßnahmen bedroht. Der Pfarrerausschuss berät und begleitet im Einzelfall und kann - wo nötig - auch Beschwerde beim Landeskirchenrat einreichen oder im äußersten Fall den Klageweg beschreiten. Dem Pfarrerausschuss gehören an: Corinna Hektor, Klaus-Ulrich Bomhard, Daniel Tenberg. Der Ausschuss arbeitet eng zusammen mit der Schwerbehindertenbeauftragten Kerstin Scherer.

Auf Ebene der velkd vertritt die Rechte der Pfarrerschaft die velkd-Pfarrer-Gesamtvertretung. Ihr gehören für Bayern an: Cornelia Meinhard (Stellv. Vorsitzende) und Corinna Hektor.

Auf EKD-Ebene vertritt die Belange der Pfarrerschaft der Verband der Pfarrerinnen und Pfarrer in Deutschland. Er organisiert sich über die Vorsitzendenkonferenz und die Konferenz der Pfarrvertretungen, der auch die bayrischen Vorsitzenden jeweils angehören.

Corinna Hektor ist außerdem Mitglied des Vorstandes und Mitglied der dienstrechtlichen Kommission der EKD.